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Aktuelle Informationen und Nachrichten aus Hannover · Samstag, 21. April 2018

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Untersuchungsprogramm Hallendächer

Nach dem Unfall in Bad Reichenhall hat die Verwaltung entschieden, die Dächer aller der Stadt gehörenden Gebäude gesondert überprüfen zu lassen, die wegen ihrer großen Spannweite und/oder besonderer Holzbinderkonstruktionen theoretisch gefährdet sein könnten. Das Untersuchungsprogramm umfasst in einem ersten Schritt 67 Gebäude, und zwar Sporthallen, Schulen und Schwimmbäder. Von den 67 Gebäuden sind bis heute 20 abschließend untersucht (dazu gehören auch die jetzt geschlossenen Sporthallen und Schulen. Die Standsicherheit der anderen untersuchten Gebäude ist gewährleistet). Weitere 15 Gebäude werden zurzeit untersucht, Ergebnisse der Vor-Ort Untersuchungen liegen bis zum Ende der nächsten Woche vor. Die Untersuchung der übrigen Gebäude wird bis Ostern (15. April 2006) abgeschlossen werden.

In einem zweiten Schritt werden Kitas und andere Gebäude wie zum Beispiel Schulpavillons, die in Leichtbauweise errichtet wurden, deren Dächer jedoch keine großen Spannweiten haben, vorsorglich untersucht.

Im Rahmen des Untersuchungsprogramms werden die vorliegenden Bauakten der Gebäude detailliert ausgewertet und auf theoretisch denkbare Schwachstellen hin analysiert. Lässt die Prüfung der Akten Schwachstellen an der Statik vermuten, wird die Decke der Gebäude geöffnet und untersucht. Wenn es Abweichungen zwischen der geplanten/berechneten und der jetzt vorliegenden Situation gibt, werden die statischen Verhältnisse neu berechnet und daraus entsprechende Analysen gefertigt. Ebenso werden aus heutiger Sicht vorgeschriebene Lastfälle wie Jahrhundertregen und Schneesackbildung berücksichtigt, die bei der Erstellung der Gebäude noch nicht zu berücksichtigen waren.

Turnhalle Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium

Bei der Turnhalle des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums (KWRG) hat sich ergeben, dass die Holzbinderkonstruktion Risse aufwies, die die statische Sicherheit verringern. Die Ursache ist nach dem derzeitigen Erkenntnisstand, dass beim Bau zu feuchtes Holz verwendet wurde, was zum Zeitpunkt der Errichtung nicht zu erkennen war. Die Risse traten später beim Trocknungsprozess auf, waren jedoch auf Grund der Deckenverkleidung nicht zu erkennen. Es handelt sich eindeutig nicht um ein Problem mangelnder Bauunterhaltung.

Zur Wiederinbetriebnahme der Halle ist es notwendig, die Dachauflasten zu reduzieren. Dies ist möglich durch Entfernen der bislang auf der Dachfläche festgefrorenen Kieslage.

Zurzeit wird darüber hinaus untersucht, ob die gleiche Problematik - zu feuchtes Bauholz - auch bei der Wandkonstruktion der Sporthalle besteht. Erst danach kann eine Aussage darüber getroffen werden, ob das Entfernen der Kiesschicht vom Dach ausreichend ist, ob nur an der Dachstatik konstruktive Nachbesserungen durchgeführt werden müssen oder ob die ganze Halle saniert bzw. erneuert werden muss. Eine erste Einschätzung lässt erwarten, dass das Gebäude mit vertretbarem Aufwand saniert werden kann.

Das KWRG ist im Rahmen des vier Millionen Euro Sofortprogramms zur Schulsanierung enthalten, das sich zur Zeit im Ratsberatungsverfahren befindet. Die statische Sicherung soll noch in den Osterferien erfolgen; anschließend kann die Halle wieder in Betrieb genommen werden.

Die Beschlussdrucksache zur Gesamtsanierung soll den Ratsgremien im Mai vorgelegt werden.

Die Bauakten weiterer Hallen wurden daraufhin untersucht, welche Hallen in ähnlicher Bauweise errichtet wurden. Dies ist nach derzeitigem Wissensstand bei vier weiteren Sporthallen der Fall und zwar der

  • Grundschule Stöckener Bach,
  • Turnhalle II des Schulzentrums Misburg.
  • GS Mühlenweg (Misburg),
  • GS In der Steinbreite

Bei der Grundschule Stöckener Bach wurde am Dienstag (21. März) ein Schaden festgestellt, der mit dem beim KWRG aufgetretenen Schaden vergleichbar ist. Die Halle wurde daraufhin vorsorglich ebenfalls geschlossen.

Die Sporthalle des SZ Misburgs wurde bereits vom Statiker überprüft und als ausreichend standsicher bezeichnet. Die beiden übrigen Sporthallen werden bis Ende dieser Woche auf ihre Statik hin untersucht.

Das Vorgehen bei der Sporthalle der GS Am Stöckener Bach erfolgt analog zur Sporthalle des KWRG.

Finanzierung erforderlicher Maßnahmen im Rahmen des Sonderprogramms:

Die Behebung der Schäden und Wiederinbetriebnahme der stillgelegten Hallen hat im Grundsatz Vorrang vor anderen Bauprojekten. Gegebenenfalls müssen Finanzmittel zu Lasten anderer Bauprojekte umgeschichtet werden.

Konsequenzen der Sperrung der Hallen für den Schul- bzw. Vereinssport:

Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium:

Schulsport:

Trotz der Sperrung der Sporthalle des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums ist die Versorgung für den Schulsport gesichert, weil die zur Verfügung stehenden Hallen intensiver genutzt werden.

Vereinssport:

Im Sommerhalbjahr (01.04.-30.09.) können Ersatzzeiten für den wöchentlichen periodischen Trainingsbetrieb der betroffenen Vereine

TK Hannover Faustball, SG Freischütz Bogenschießen, SV Arminia Fußball, SC Germania List Handball, TuS Vahrenwald Handball, Kreisvolleyballverband,

Hannover Stadt-Land: VfB und VC Misburg Volleyball, HSC Handball in den großen Sporthallen SZ Bemerode, IGS Linden II sowie in mittelgroßen Sporthallen bereit gestellt werden.

Terminliche Wochenendbelegungen können problemlos in andere Sporthallen verlegt werden, da die Saison fast vorbei ist und nur noch 2-3 Termine verlegt werden müssen.

GS Am Stöckener Bach (882m²):

Schulsport:

Der Schulsport kann zunächst ab Montag, dem 27.3.2006 bis zu Beginn der Osterferien in der Sporthalle der Feuerwache 2 stattfinden.

Vereinssport:

Im Sommerhalbjahr (01.04.-30.09.) können Ersatzzeiten für den wöchentlichen periodischen Trainingsbetrieb der betroffenen Vereine TB Stöcken Handball, TB Stöcken Volleyball, SG 74 Hannover Turnen, SG 74 Hannover Fußball, SV Marienwerder Handball, MTV Herrenhausen Handball, TuS Mecklenheide Fußball in den großen Sporthallen GS An der Feldbuschwende, GY Lutherschule, IGS Mühlenberg I und IGS Linden II sowie in mittelgroßen Sporthallen (HS Isernhagener Straße) bereit gestellt werden.

Terminliche Wochenendbelegungen können problemlos in andere Sporthallen verlegt werden, da die Saison fast vorbei ist und nur noch 2-3 Termine verlegt werden müssen.
[PM LH Hannover, 24.03.2006]

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