Sechster Girls Day
Zukunftstag für Mädchen und Jungen
Zum sechsten Mal findet am Donnerstag (27. April 2006) der bundesweite Girls Day statt.
In Niedersachsen wird er erstmals als “Zukunftstag für Mädchen und Jungen” durchgeführt und ist an allen Schulen verpflichtender Baustein zur Förderung der Berufs- und Lebensplanung von Mädchen und Jungen. Aktionen zu diesem geschlechterbewussten Konzept müssen im Schulunterricht systematisch vor- und nachbereitet werden.
Die städtische Gleichstellungsbeauftragte Dr. Brigitte Vollmer - Schubert erläutert die Zielsetzung des Tages: “Unterm Strich wird der Girls Day in bewährter Weise durchgeführt werden können, denn unverändert steht die Heranführung von Mädchen an technisch-naturwissenschaftliche Berufsfelder im Vordergrund.” Bereits in der Vergangenheit habe sich gezeigt, dass naturwissenschaftlich und technisch ausgerichtete Betriebe sehr an motivierten Mädchen als zukünftige Auszubildende interessiert sind.
Der Zukunftstag für Mädchen und Jungen gibt ein differenziertes Vorgehen vor. Mädchen sollen die Frauen untypische Arbeitswelt kennen lernen und Jungen sollen sich mit ihren Vorstellungen von Geschlechterrollen - aber auch mit ihrer Berufs- und Lebensplanung - auseinandersetzen.
“Nichts spricht dagegen, wenn Jungen am Zukunftstag erzieherische, pflegerische und hauswirtschaftliche Berufe erobern. Ebenso kann die Auseinandersetzung mit einer späteren Vereinbarkeit von Vaterschaft und Erwerbstätigkeit Jungen inhaltlich weiter bringen”, so Vollmer- Schubert.
Seit dem ersten Girls Day vor sechs Jahren hat sich dieser Aktionstag vielerorts etabliert und zahlreiche Unternehmen und Betriebe beteiligen sich an diesem Tag mit attraktiven Schnupperaktionen.
Auch viele Mädchen haben bislang das unkonventionelle Angebot eines Berufsorientierungstages angenommen. Durch Mitmachen entwickeln Mädchen Spaß an der Technik und verlieren ihre Vorbehalte, ist die übereinstimmende Auffassung der beteiligten Firmen.
Nun gilt es, interessierte Mädchen und technisch ausgerichtete Unternehmen zusammenzuführen. Um diese Verbindung herzustellen, bittet die Gleichstellungsbeauftragte Betriebe, Unternehmen, Behörden, Hochschulen und Forschungszentren, ihre Angebote öffentlich bekannt zu machen, in dem sie
- die Schulen der Region über die Anzahl der zur Verfügung stehenden Hospitationsplätze und die geplanten Aktionen informieren
- das Angebot kostenlos auf der Aktionslandkarte im Internet unter www.girls-day.de eintragen.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.girls-day.de (Bundes-Seite) und www.neue-wege-fuer-jungs.de (Bundes-Seite) sowie www.zukunftstag-fuer-maedchen-und-jungen.de (Niedersachsen-Seite)
[PM LH Hannover, 11.04.2006]
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