RSS 2.0 / ATOM »
Facebook »
Twitter »
ihmebote
Aktuelle Informationen und Nachrichten aus Hannover · Sonntag, 22. April 2018

Werbung


 

Werbung

Jugenddezernent Walter kündigt vier weitere Familienzentren an

Hannover wird bis zum Jahresende vier weitere Familienzentren erhalten. Wie Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter mitteilt, werden die Kindertagesstätte "St. Maximilian Kolbe" des Caritasverbandes in der Leuschnerstraße (Mühlenberg), die Kita Ibykusweg der Arbeiterwohlfahrt (Misburg), die "Corvinus-Kita" in der Moorhoffstraße (Stöcken) der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde sowie die städtische Kindertagesstätte Voltmerstraße 57c (Hainholz) zu "Familien-Kitas" weiterentwickelt.

"Unter dem Stichwort 'Kita-Plus' richten wir die Kinder- und Jugendarbeit in den Stadtteilen verstärkt auf die Zielgruppe 'Familien' aus", erläutert Walter. "Ziel ist, dass sich Kindertagesstätten dabei zu Zentren für Bildung, Betreuung und Erziehung mit Perspektive auf die gesamte Familie hin entwickeln."

Das Konzept der Familienzentren geht davon aus, dass gerade die Kitas aufgrund ihrer Kompetenz und Vernetzung im Stadtteil geeignet sind, erweiterte Bildungs- und Erziehungsangebote auch an die Eltern heranzutragen - um sie verstärkt zu gemeinsamen Lern- und Erlebnisprozessen mit den Kindern anzuregen. Die Kindertagesstätten werden durch ein zusätzliches Budget in die Lage versetzt, Eltern- und Familien-Bildungsangebote rings um die Kita anzubieten. Sie kooperieren dabei mit Partnern wie zum Beispiel Bildungsvereinen, Verbänden der Jugendarbeit und der Erwachsenenbildung, Kirchen oder der Volkshochschule.

"Insbesondere für bestehende sprachliche und andere Integrationsprobleme ist die Kita ein ideales Medium zu den Familien: Sie genießt durch bisherigen Kontakte Vertrauen, hat Erfahrungen in der Elternarbeit und regelmäßig Kenntnisse über die Strukturen im Stadtteil", so der Dezernent.

Die erste Familien-Kita ist im Mai diesen Jahres in der Gronostraße (Ricklingen) eingerichtet worden. Bis zum Jahresende kommen dazu:

  • Die Kita "St. Maximilian Kolbe" des Caritasverbandes in der Leuschnerstraße (Mühlenberg) liegt in einem Gebiet mit besonderem sozialen Handlungsbedarf. Etwa 80 Prozent der betreuten Kinder haben einen Migrationshintergrund und stammen zumeist aus sozial schwachen Familien. Die Kindertagesstätte wird insbesondere mit dem Kommunalen Sozialdienst (KSD), dem Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen und der katholischen Familienbildungsstätte zusammenarbeiten.
  • Die Kita Ibykusweg der Arbeiterwohlfahrt (Misburg) liegt in einem stark von Zuzügen junger Familien geprägten Gebiet. Die neue Familien-Kita soll deshalb insbesondere die interne und externe Vernetzung innerhalb des Stadtteils fördern. Hierzu sind eine Kooperation mit der Familienbildungsstätte der Arbeiterwohlfahrt und der Ausbau der Kontakte zu den örtlichen Vereinen vorgesehen.
  • Die "Corvinus-Kita" in der Moorhoffstraße (Stöcken) der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde liegt in einem sozialen Brennpunkt. Sie ist darüber hinaus anerkannte Integrationskita für Kinder mit einer Behinderung. Die Kita wird insbesondere um Beratungsangebote der Familienarbeit, gemeinsame Essensprojekte von Eltern und Kindern und ein Projekt "Stadtteilradio" ausgebaut.
  • Die städtische Kita Voltmerstraße 57c (Hainholz) ist in einem der Gebiete mit besonderer Förderung im Rahmen des Bund-Länder-Programms "Soziale Stadt" angesiedelt. Beim Ausbau zur Familien-Kita werden insbesondere "Rucksack-Mütter" einbezogen, die sprachliche und kulturelle Kompetenzen an Migrantenfamilien vermitteln. Außerdem wird die Einrichtung um ein Elterncafè und einen Mittagstisch erweitert.

"Familien-Kitas" erhalten pro Jahr eine zusätzliche Förderung von 40.000 Euro aus dem städtischen Haushalt; hiervon sind 25.000 Euro für Personal- und 15.000 Euro für zusätzliche Sachkosten vorgesehen.

"Hannover befindet sich mit dieser Fortentwicklung der Kitas vollständig im Einklang mit den Forderungen des 12. Kinder- und Jugendberichtes der Bundesregierung. Darin hatte die Expertenkommission nachdrücklich angemahnt, die wertvollen Ressourcen der Kindertagesstätten für die Bildung und Integration von Kindern verstärkt auszunutzen", so Jugenddezernent Thomas Walter abschließend.
[PM LH Hannover, 24.07.2006]

Kein Kommentar »

Werbung

Leave a comment

Sie müssen eingelogged sein um einen Kommentare schreiben zu können.


30 Jahre 'Musik in St. Augustinus' - Alles zum Jubiläumsprogramm 2018
Die Ricklinger Plakatwand