Verhandlungen um die Zukunft des Strandbads am Maschsee sind erfolgreich abgeschlossen
Der Hamburger Spezialist für Fitness, Wellness und Bodycare, die MeridianSpa GmbH, der Gewinner des Architektenwettbewerbs David Chipperfield Architects (DCA) sowie die auch in Hamburg ansässigen Experten für Indoor-Gastronomie Heinen & Hock: Sie alle stehen dafür, dass das von der Wertgrund Berlin GmbH für das Strandbad am Maschsee entwickelte Konzept jetzt mit neuem Auftrieb realisiert werden soll.
Dies ist Ergebnis einer Präsentation der vom Erbbaurechtsnehmer des Grundstückes, Sven Richter, Wertgrund Maschsee GbR, Berlin heute (30.08.) vorgelegten neuen Bau- und Betreiberkonzepts. Ursprünglich hatte Richter geplant, das Strandbad in Eigenregie umzubauen und gemeinsam mit Jens Wanger, Geschäftsführer der Strandbad Maschsee GmbH, zu bewirtschaften. Da dieses Modell nicht zu finanzieren war, wurden neue Partner gesucht, die sich als Mieter für das Projekt engagieren.
MeridianSpa, die beim Ausgangswettbewerb 2003 auch in der engeren Auswahl waren, will in den Hallen 1 bis 3 des Strandbads sowie in Neubauten am Karl-Thiele-Weg eine Fitness-, Wellness- und Bodycare-Anlage nach dem Vorbild ihrer erfolgreichen fünf Einrichtungen in Hamburg und Berlin betreiben - mit einem charakteristischen Mix aus sportlichen Aktivitäten, Erholung und Entspannung. Diese besondere Ausrichtung wird das Thema und den Stil des Strandbades wesentlich prägen - beliebige Party-Aktivitäten werden hier keinen Raum finden.
Der öffentliche Badebetrieb soll zukünftig wieder kostenfrei sein.
Heinen & Hock wollen sich in den Hallen 4 sowie einer dann neu gebauten Halle 5 des Strandbads in einem Seminar- und Veranstaltungsbereich mit Gastronomie engagieren und die Außenflächen betreiben. Das Schwergewicht soll auf gehobener Gastronomie liegen sowie einen repräsentativen Ort für Fort- und Weiterbildungen, Seminare und Präsentationen bieten. Der Außenbereich des Strandbads kann durch diese Planungen zukünftig weitgehend frei von Zelten und Außentresen gehalten werden.
Wanger wird in dem Projekt die Rolle eines Center-Managers übernehmen, die Abstimmung der verschiedenen Bedürfnisse und Ansprüche auf das einheitliche Produkt “Strandbad” sicherstellen und das gemeinsame Marketing der Dachmarke Strandbad Maschsee umsetzen.
Die Wertgrund-GbR/Sven Richter) bleiben als Erbbauberechtigter gegenüber der Stadt Vertragspartner und für die Einhaltung der vertraglichen Verpflichtungen verantwortlich.
Für die notwendigen Umbauten hat das Büro DCA (Architekt Chipperfield) seinen Wettbewerbsentwurf aufgrund der Anforderungen von MeridianSpa überarbeitet: Die historischen Gebäude sollen durch Neubauten zum Karl-Thiele-Weg ergänzt werden. Das Strandbad erhält wieder einen Turm. Als neues Element entsteht ein von allen Seiten umschlossener Garten, zu dem sich die ruhigen Wellness-Bereiche orientieren.
“Wir haben den Eindruck, dass mit MeridianSpa als neuem Hauptnutzer ein Partner mit der notwendigen fachlichen und wirtschaftlichen Stärke gefunden wurde, um zeitnah das Projekt einer neuen, an Wellness orientierten Nutzung des traditionsreichen Bads umzusetzen”, kommentiert Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg die jetzt vorgelegten Pläne.
“Neben der Erfahrung von MeridianSpa hat uns besonders überzeugt, dass die preisgekrönten Entwürfe von Chipperfield noch einmal qualitativ verbessert wurden, gleichzeitig an die Anforderungen von MeridianSpa angepasst werden konnten und somit der von der Stadt geforderte Erhalt des Kulturdenkmals Strandbad und seiner Architektur gewährleistet sein soll”, so Schmalstieg. “Vor allem freut uns, dass alle Beteiligten den öffentlichen Badebetrieb als wichtigen Bestandteil akzeptieren und ihn zukünftig wieder kostenlos ermöglichen wollen.”
Der nächste Schritt wird jetzt darin bestehen, die Planungen zu Bauantragsunterlagen weiterzuentwickeln. Baubeginn kann daher im Frühjahr 2007 sein, die Bauzeit wird voraussichtlich rund zwölf Monate betragen. Ab 1.10.2006 wird der vereinbarte Erbbauzins für das Grundstück gezahlt.
Die Stadtverwaltung wird die Planungen jetzt kurzfristig den Ratsgremien in einer Informationsdrucksache vorstellen und vorschlagen, in Anbetracht der positiven Entwicklung das für Ende September angepeilte Rückabwicklungsverfahren bis zur Vorlage der detaillierten Verträge und dem Baubeginn, längstens jedoch bis zum 30.06.2007, auszusetzen.
[PM LH Hannover, 30.8.2006]
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