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ihmebote archiv
Das Archiv des ihmeboten mit Nachrichten aus Hannover · Samstag, 04.Februar 2012

Diese Seite gehört zum ihmebote archiv
Hier sind alle Artikel zu finden, die von 2006 bis einschließlich 2009 auf dem ihmeboten veröffentlicht wurden. Nicht archiviert wurden kurze Infos und Meldungen zu Öffnungszeiten.
Aktuelle Informationen und Nachrichten aus Hannover finden Sie auf der Hauptseite www.ihmebote.de

Bothfeld: Neue Hausgemeinschaften für SeniorInnen und viel Platz zum Spielen für Kita-Kinder

Für Alt und Jung auf dem Gelände des ehemaligen Kinderheims Rohdenhof in Bothfeld war heute (17. November) ein wichtiger Tag:
Die Kinder der Kindertagesstätte Rohdenhof konnten das neue, vergrößerte Außengelände ihrer Kita offiziell in Besitz nehmen - und mit dem “Ersten Spatenstich” haben die Bauarbeiten für das künftige Altenpflegeheim “Klaus-Bahlsen-Haus” mit seinen Hausgemeinschaften begonnen.
Beide Projekte basieren auf der maßgeblichen Förderung durch die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung. Sie investiert in Bothfeld rund 3,25 Millionen Euro.

Infos & Links

“Wir sehen hier am Rohdenhof zum wiederholten Mal, wie sich die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung beispielhaft in Hannover engagiert - für Kinder und alte Menschen, für Ernährung, Gesundheit und Ökologie”, dankte Oberbürgermeister Stephan Weil dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Professor Dr. Burkhard Huch, im Rahmen des “Ersten Spatenstichs”.

Der Oberbürgermeister weiter: “Die erhebliche finanzielle Unterstützung der Stiftung macht es uns jetzt möglich, das Spektrum der städtischen Alten- und Pflegezentren um ein zweites Angebot an ,Hausgemeinschaften’ zu erweitern. Damit wird das zukunftsweisende Konzept ausgebaut, mit dem pflegebedürftige alte Menschen zusammen leben können - in einer Alltagsnormalität, die von Kommunikation, Geborgenheit und menschlicher Nähe geprägt ist, kombiniert mit der professionellen Pflege eines ,Pflegeheims’”.

“Dass es außerdem gelungen ist, mit der durch den Neubau notwenig gewordenen Verlagerung der Kita-Außenfläche den Kindern größere und nach ihren Wünschen verschönerte Spielmöglichkeiten zu bieten, freut uns in dem Zusammenhang ganz besonders”, unterstrich Weil, “nicht zu letzt, weil damit das generationsübergreifende Miteinander auf dem Rohdenhof weiter gestärkt wird.”

Das Klaus-Bahlsen-Haus soll Anfang 2008 bezugsfertig sein, im Jahr des 100. Geburtstages des Namensgebers und Stiftungsgründers.

Professor Dr. Burkhard Huch, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, weiß sich mit diesem Projekt in der Tradition des Stifters Klaus Bahlsen, der selbst lange Jahre die Altenpflege in Hannover unterstützt hat.

“Nach langjähriger Förderung vorhandener traditioneller stationärer Altenpflege in Hannover wollen wir jetzt mit einer nachhaltigen Finanzierung eines eigenständigen Hauses die strukturellen Voraussetzungen für ein ,Leben wie zu Hause’ schaffen”, erläuterte Huch.

“Dabei legen wir für die Umgebung und die Ernährung der BewohnerInnen großen Wert auf umweltrelevante Aspekte. So wird das Haus, für das wir im Jahr 2005 einen Architektenwettbewerb initiiert haben, nach Passivhausstandard gebaut. Später werden wir auf besonders ausgewählte ökologisch-naturnahe Nahrungsmittel achten. So verfolgen wir in einem Projekt verschiedene Stiftungszwecke wie Altenpflege und gesunde Ernährung in einem ganzheitlichen Ansatz.”

Außengelände der Kita Rohdenhof

Das Gelände des ehemaligen Kinderheims Rohdenhof fungiert heute als soziales und kulturelles Zentrum in Bothfeld. Nutzer sind neben der Kita der städtische Heimverbund, der Kommunale Sozialdienst sowie der Kulturtreff Bothfeld.
Für den Bau des Alten- und Pflegeheims musste das Außengelände der Kindertagesstätte auf dem Bereich des Rohdenhofs verlegt werden. Es wurde dabei von rund 2.200 auf etwa 3.900 Quadratmeter vergrößert. Zu den neuen Spielgeräten gehören ein außergewöhnlich vielseitiges Klettergerät und der abwechslungsreich gestaltete Sandspielbereich. An den Planungen des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün waren die Kita-Kinder ausführlich und rege beteiligt und haben z.B. beim Bau einer Mosaikschlange mit gearbeitet.
Die Kosten der Gesamtmaßnahme in Höhe von 150.000 Euro übernimmt die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung.

Klaus-Bahlsen-Haus

Das Konzept der “Hausgemeinschaften” ist in den letzten Jahren in mehreren Projekten in Deutschland entwickelt und modellhaft gestartet worden. Es gilt als richtungsweisend für die stationäre Altenpflege.
Vorbild ist das Leben und Wohnen wie zu Hause. Die Räumlichkeiten der Hausgemeinschaft orientieren sich nicht an einem Heim oder Krankenhaus, sondern an einer “normalen” Wohnung. Mittelpunkt ist ein großer gemeinsamer Wohnbereich mit angegliederter Wohnküche. Das Konzept ist für alle älteren Menschen geeignet, die dauerhaft pflegebedürftig werden und nicht mehr in der eigenen Wohnung leben können

Im Klaus - Bahlsen - Haus wird es 48 Pflegeplätze in vier Hausgemeinschaften geben.
Der Neubau wird nach Plänen von Pfitzner Architekten aus Isernhagen errichtet. Das Büro hat im Frühjahr 2005 den von der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung und der Stadt Hannover ausgelobten baulichen Realisierungswettbewerb gewonnen. Dass die Einrichtung ausschließlich mit Einzelzimmern ausgestattet wird, kann als besonderer Qualitätsstandard gewertet werden.

Die Gesamtkosten (inklusive des neuen Kita.-Außengeländes) betragen rund 5,1 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt zum überwiegenden Teil aus Stiftungsmitteln der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung, die 3,25 Millionen Euro aufbringt.
Weitere 50.000 Euro hat die Stiftung in den Architektenwettbewerb investiert und außerdem jährlich die gleiche Summe für besondere Betreuung für die Dauer von vorerst zehn Jahren vorgesehen.

1 Kommentar

  1. Anfrage: lässt das Konzept langfristig eine Vormerkung zu? Inwieweit ist eine finanzielle Beteiligung am Gesamtkonzept bzw. an Einzelplätzen möglich? Ist der Erwerb einer Altenwohnung bzw. eines Wohnheimplatzes möglich?

    MfG W. Schwarz

    Kommentar von Schwarz — 6. Januar 2007 @ 16:19


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