Maschteich wird mit neuem Verfahren entschlammt
SpaziergängerInnen im Maschpark können eine Konstruktion entdecken, mit der eine Leitung von der Culemannstraße aus über den Weg in den Maschteich geführt wird. Sie ist Teil eines neuen Verfahrens, mit dem der Maschteich vom Schlamm befreit werden soll. Der Teichboden ist mittlerweile so stark mit Schlamm bedeckt, dass der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün eine Sanierung durchführen muss, um den See vor einer Verlandung zu bewahren.
Den Boden des rund 2,5 Hektar großen Maschteichs bedeckt im Mittel eine 27 Zentimeter dicke Schlammschicht, etwa 6.750 Kubikmeter Schlamm liegen auf dem Grund. Die Wassertiefen über dem Schlamm sind meistens gering und variieren zwischen wenigen Zentimetern bis hin zu einem Meter an der tiefsten Stelle. Der Schlamm ist unregelmäßig verteilt, die dicksten Schichten liegen in den Buchten, insbesondere in der westlichen
Seerosenbucht.
Durch eine Analyse der Zusammensetzung der Sedimentschichten wurde festgestellt, dass rund 75 Prozent des Schlamms durch
biologische Prozesse abbaubar sind. Aus diesem Grund kommt für die Entschlammung ein neuartiges Verfahren der Firma Drausy zum Einsatz. Durch eine lineare Belüftung des Schlammes über Schläuche, die auf dem Teichgrund ausgelegt wurden, wird die Schlammschicht reduziert. Das Belüftungsverfahren kommt mit einer relativ geringen Luftmenge und damit auch Energiemenge aus, weil durch kleine Löcher in den Schlauchleitungen direkt am Teichgrund Sauerstoff für die sedimentzehrenden Mikroorganismen bereitstellt wird. So kommt es zu einem kontinuierlichen Abbau des organischen Anteils im Sedimentschlamm.
Die Belüftung des Teichs wird voraussichtlich Ende Oktober 2007 abgeschlossen sein.
Die Kosten für die Maßnahme betragen rund 150.000 Euro.
[PM LH Hannover, 26.4.2007]
Aktuell in Mitte






