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ihmebote archiv
Das Archiv des ihmeboten mit Nachrichten aus Hannover · Samstag, 11.Februar 2012

Diese Seite gehört zum ihmebote archiv
Hier sind alle Artikel zu finden, die von 2006 bis einschließlich 2009 auf dem ihmeboten veröffentlicht wurden. Nicht archiviert wurden kurze Infos und Meldungen zu Öffnungszeiten.
Aktuelle Informationen und Nachrichten aus Hannover finden Sie auf der Hauptseite www.ihmebote.de

Integrationspolitik: Drei Projekte aus Mittelfeld sind Gute-Praxis-Beispiele

Der “Treffpunkt der Kulturen”, das “Modellprojekt zur aktiven Beteiligung der Bewohner bei der Auswahl von Mieter-Belegungspolitik” sowie die “Beteiligungswerkstatt mit MigrantInnen” - diese drei Projekte aus Mittelfeld sind von den WissenschaftlerInnen, die das Verbundprojekt “Zuwanderer in der Stadt” begleitet haben, in die Liste der “Gute-Praxis-Beispiele” aufgenommen worden.
Darauf weist Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter vor dem Hintergrund aktueller Initiativen zur Integration hin.

“Zuwanderer in der Stadt” hat sich von 2004 bis 2006 mit der Frage beschäftigt, wie Integration von Zuwanderern vor Ort, in den Wohnquartieren, erfolgreich sein kann. Ziel war es, für Kommunalpolitik, -verwaltung und Wohnungswirtschaft neue Ansätze zu entwickeln und auf Praxistauglichkeit zu überprüfen. Begleitende Forschung sollte aus bereits existierenden Projekten wegweisende Beispiele für künftige Entwicklungen und Prozesse ermitteln.
Träger von “Zuwanderer in der Stadt” war die Schader-Stiftung gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag, dem GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen sowie den wissenschaftlichen Instituten Difu und InWIS mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Neben einem Expertenforum aus Wissenschaftlern und Praktikern aus Kommunen und Wohnungswirtschaft haben sich acht Kommunen als Praxis-Netzwerk beteiligt, darunter Hannover.

Analysen und Vorschläge sind in vier Publikationen veröffentlicht.

Der Band “Voneinander lernen. Gute-Praxis-Beispiele stadträumlicher Integrationspolitik” zeigt, wie breit das Spektrum kommunalen Handels auf diesem Gebiet ist. Die aufgenommenen Projekte stehen exemplarisch für die Berücksichtigung lokaler Ressourcen (einschließlich Bürgerbeteiligung), Konzept und integrativen Gehalt, kulturelle Vielfalt und Nachhaltigkeit.

Der “Treffpunkt der Kulturen Mittelfeld”, aufgeführt im Kapitel “Kompetenzen und Angebote bei Trägern sozialer Maßnahmen”, hat sich die Verständigung zwischen den Angehörigen der unterschiedlichen Kulturen im Stadtteil zum Ziel gesetzt. Er will interkulturelle Bildung, Eigeninitiative und Integration fördern, indem er Angebote für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen macht, die deren kommunikativen und beruflichen Fähigkeiten in den Bereichen Soziales, Bildung, Kultur und Qualifikation stärken.
Ansprechpartnerinnen sind Quartiersmanagerin Agnes Skowronneck, Telefon 8602620, und Theresia Stenzel von der Gemeinwesenarbeit, Telefon 862323.

In das Kapitel “Kompetenzen und Angebote bei Wohnungsunternehmen” haben die Autorinnen das “Modellprojekt zur aktiven Beteiligung der Bewohner bei der Auswahl von Mieter-Belegungspolitik” aufgenommen. Dabei können die MieterInnen von Wohnungen der städtischen “Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover” (GBH) aus einer Vorauswahl geeigneter Interessenten mit entscheiden, wer in freigewordene Objekte einzieht. Das Projekt dient dem Kontakt der MieterInnen untereinander ebenso wie dem zu dem vermietenden Unternehmen. Ziel ist, Konflikte zu vermeiden, die Identifikation mit den Hausgemeinschaften zu stärken - und so der Verwahrlosung der Wohnumgebung entgegen zu wirken. Ansprechpartnerinnen sind Daniela Gingrich und Theresia Stenzel von der Gemeinwesenarbeit, Telefon 8793109 und 862323.

Das dritte Projekt, die “Beteiligungswerkstatt mit MigrantInnen” im Kapitel der “Teilhabe- und Mitwirkungsmöglichkeiten”, richtet sich ausdrücklich an die Zielgruppe, die von den zahlreichen Beteiligungsprojekten im Stadtteil bisher nicht oder wenig erreicht wurde. Mehrsprachige Einladungen und Informationen, die Einbeziehung von Kindern, die Grundschule als den meisten MigrantInnen vertrauter Ort, von MigrantInnen selbst zubereitete Verpflegung - die Rahmenbedingungen haben wesentlich zur erfolgreichen Mitarbeit von Menschen unterschiedlicher Herkunft an der Freiraumplanung Mittelfeld-West und der Einrichtung eines Elterncafes an der Grundschule beigetragen.
Ansprechpartner ist Wolfgang Herberg aus dem Fachbereich Planen und Stadtentwicklung, Telefon 168-46379.

Eine Übersicht über die Veröffentlichungen des Verbundprojektes “Zuwanderer in der Stadt” ist zu finden unter www.zuwanderer-in-der-stadt.de.

[PM LH Hannover, 30.5.2007]

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