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Aktuelle Informationen und Nachrichten aus Hannover · Freitag, 20. April 2018

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Zehn Jahre Sanierung Vahrenheide-Ost

Entwicklung eines Stadtteils als Erfolgsstory vor allem fr Bewohnerschaft
Eigenheime mit grnem Ambiente statt trister Hochhaus-Silos, anspruchsvolle Sanierung von 680 Wohnungen, Modernisierung der sozial-kulturellen und wirtschaftlichen Infrastruktur, Kinderfreundlichkeit und Naherholungsqualitten - und das alles erreicht in enger nachbarschaftlicher Abstimmung mit der Bewohnerschaft: Das sind Kennzeichen des "neuen" Stadtteils Vahrenheide-Ost, wie er sich in den vergangenen zehn Jahren im Rahmen des vom Land Niedersachsen gefrderten und von der Stadt Hannover realisierten Modellprojekts "Integrierte Sanierung Vahrenheide-Ost" entwickelt hat.

Die auch fr Stdtebau zustndige niederschsische Ministerin fr Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, Mechthild Ross-Luttmann, und Stadtbaurtin Uta Boockhoff-Gries haben sich heute (31. Juli 2007) auf einem Stadtteilrundgang von den Erfolgen des neuartigen Projekts berzeugt.

"Das Modellvorhaben Vahrenheide-Ost setzt weit ber Hannover hinaus Mastbe in der sozialen Stadterneuerung. Das Land Niedersachsen hat hier gemeinsam mit der Landeshauptstadt zahlreiche bauliche Sanierungen und Umgestaltungen sowie andere Schlsselprojekte realisiert und finanziert", resmiert die Ministerin, und erlutert:
"Seit dem Vorhabensbeginn im Jahr 1998 hat allein das Land 6,7 Millionen Euro Frdergeld fr die Vorhaben in der 73 Hektar umfassenden Growohnsiedlung ausgezahlt. Bis zum Abschluss des Modells stehen fr Baumanahmen und Projekte noch 3,5 Millionen Euro vom Land bereit."

"Wir haben in dem von sozialen und stdtebaulichen Problemen geprgten Vahrenheide-Ost einiges zum Positiven verndern knnen. Es hat sich gezeigt, dass die soziale Stadterneuerung, die inzwischen auch fester Bestandteil der Stdtebaufrderung des Landes ist, dazu beitragen kann, das Lebensumfeld der Menschen zu verbessern. Sehr erfreulich ist, dass wir auch die Bewohner direkt erreicht haben. So hat sich in Vahrenheide unter anderem ein selbst organisiertes Netz nachbarschaftlicher Hilfen und familienorientierter Beratungen entwickelt", hebt Ross-Luttmann hervor.

Stadtbaurtin Uta Boockhoff-Gries zieht fr die Landeshauptstadt eine positive Bilanz des Projekts: "Vahrenheide-Ost ist fr uns zu einem Erfolgsmodell geworden. Nach zehn Jahren kann man hier sehen, wie man mit der richtigen Mischung aus Vision und Planung, aus groer Investition und kleinen Projekten, aus ffentlicher Initiative und Beteiligung der Brgerinnen und Brger einen Stadtteil im wahrsten Sinne des Wortes 'erneuern' kann."

"Denn unser Ziel war von Anfang an, zusammen mit der Erneuerung der Gebude und des Wohnungsbestandes Lsungen fr vielfltige Probleme zu finden - und sie in gemeinsamer Anstrengung umzusetzen", so die Baudezernentin. "In Vahrenheide-Ost wurde durch den Einsatz ffentlicher Mittel etwa das Vierfache an privaten Investitionen ausgelst. Das ist nur ein beeindruckender Indikator von vielen dafr, dass wir mit unserer Einschtzung richtig gelegen haben: Es lohnt sich, in diesen Stadtteil Geld und Ideen einzubringen."

"Vahrenheide-Ost ist heute ein Quartier, dessen baulicher Zustand ebenso wie seine soziale, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung ihm gute Entwicklungsperspektiven als Wohnstandort mit besonderen Qualitten geben. Und wenn es allen Beteiligten in Fortsetzung der bisherigen Erfolge auch knftig gelingt, die speziellen Potenziale eines groen Anteils junger Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund zu nutzen, werden zu diesen Qualitten sicher die eines jungen, integrativen Stadtteils gehren," sieht die Baudezernentin den Stadtteil fr die Zukunft gut aufgestellt.

In Vahrenheide-Ost leben derzeit zirka 7.000 EinwohnerInnen, die Hlfte davon mit Migrationshintergrund. Vahrenheide-Ost ist ein junger Stadtteil, der Anteil der Kinder und Jugendlichen bis zu 17 Jahren ist mit 21,1 Prozent sechs Prozent hher als der stdtische Durchschnitt von 15,1 Prozent.

Startschuss 1997

Vor zehn Jahren, im Oktober 1997, hat der Rat der Landeshauptstadt Hannover die frmliche Festlegung von Vahrenheide-Ost als Sanierungsgebiet beschlossen. Dies war der Startschuss fr das vom Land gefrderte Modellvorhaben "Integrierte Sanierung Vahrenheide-Ost". Im Rahmen dieses neuartigen, integrierten Ansatzes sollte der Stadtteil Vahrenheide-Ost "fit fr die Zukunft" gemacht werden.

Bislang sind 15,3 Millionen Euro Stdtebaufrderungsmittel in das Programmgebiet geflossen, zu zwei Dritteln (10,2 Millionen Euro) finanziert vom Land und zu einem Drittel (zirka 5,1 Millionen Euro) von der Stadt Hannover. Durch zustzliche Einnahmen aus Grundstcksverkufen im Sanierungsgebiet kann der Sanierungshaushalt bis Ende 2007 auf zirka 16,9 Millionen Euro aufgestockt werden. Es ist davon auszugehen, dass durch den Einsatz ffentlicher Mittel in Vahrenheide-Ost etwa das Vierfache an privaten Investitionen, d.h. an die 70 Millionen Euro, fr Gebude und Infrastruktur ausgelst worden sind.

Darber hinaus wurden bis Ende 2006 rund 800.000 Euro aus dem Haushalt des stdtischen Jugend- und Sozialdezernates zur Durchfhrung sozial-integrativer Projekte bereitgestellt.

Stadtbaurtin Uta Boockhoff-Gries: "Uns war natrlich klar, dass eine nur baulich-stdtebauliche Erneuerung des Gebude- und Wohnungsbestandes nicht ausreichen wrde, um die damals vielfltigen Probleme in Vahrenheide-Ost zu lsen."

Hilfreich war jedenfalls, dass der GBH fast 70 Prozent der Gebude dort gehren. Aber darber hinaus ging es neben der erfolgreichen Sanierung vor allem auch um eine zukunftsweisende sozial-kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung im Stadtteil. Und um eine intensive Beteiligung der Bewohnerschaft.

Klingenthal und Co

Als beispielhaft fr die Vernderungen des Stadtteils kann der Abriss der Growohnanlage Klingenthal mit sechs Hochhusern, 226 Wohnungen und einer Wohnflche von 17.400 Quadratmetern gelten. Die Abrisskosten in Hhe von 1,2 Millionen Euro sind ber den Sanierungshaushalt finanziert worden. An die Stelle der Hochhuser ist der Bau einer Einfamilienhaussiedlung mit Reihen- und Gartenhofhusern getreten. Insbesondere Familien aus dem Umfeld des Stadtteiles haben hier die Mglichkeit, preisgnstiges Wohneigentum zu erwerben.

Mit Sanierungsmitteln wurden bis Ende 2006 darber hinaus rund 680 Wohneinheiten umfassend modernisiert und energetisch auf den neuesten Stand gebracht.

Emmy-Lanzke-Haus und MIKY

Wichtige Aufgabe war es zudem, die Angebote der sozialen Infrastruktur an die heutigen Anforderungen der StadtteilbewohnerInnen anzupassen. Beispiele fr Lsungsanstze sind der Umbau des Emmy-Lanzke-Hauses zu einem "Vahrenheider Initiativ Zentrum", einem Treffpunkt fr Alt und Jung in der Dunantstrae 5. Oder das Projekt MIK-Y, eine Nachbarschaftsconcierge in der Plauener Strae 22.

ffentliches und privates Engagement

Hand in Hand funktionierte die Zusammenarbeit von privaten Investoren und der Stadt Hannover, zum Beispiel im Bereich Einzelhandel und Gewerbe. So gelang es gemeinsam, das vormals niedergehende Nahversorgungszentrum Vahrenheider Markt zu stabilisieren. Veraltete Gewerbebauten wurden in den vergangenen zwei Jahren abgerissen und durch moderne, zeitgeme Einzelhandels- und Gewerbeflchen wie die Neubauten von Lidl, Rossmann und Sparkasse ersetzt.

Im Rahmen der Sanierung hat die Stadt weiter durch eine verbesserte Erschlieung und den Bau von Stellpltzen die Standortbedingungen fr Einzelhandel und Gewerbe sprbar verbessert. Darber hinaus hat sie Gewerbeberater zur Untersttzung der Geschftsleute engagiert. Heute haben sich die Kaufleute in einer Gewerberunde selbst organisiert, geben eine Marktzeitung heraus und organisieren gemeinsam mit dem benachbarten Kulturtreff jhrlich regelmige Feste auf dem Marktplatz. hnlich erfolgreich war die Arbeit beim Nebenzentrum, der Ladenzeile Leipziger Strae.

All diese Aktivitten haben dazu gefhrt, dass die Nahversorgung im Stadtteil verbessert und Arbeitspltze erhalten werden konnten.

Die Bewohnerschaft plant mit

Die Teilhabe der BewohnerInnen an der Entwicklung des Stadtteiles war von Anfang an zentraler Handlungsschwerpunkt des Sanierungsprogramms. Ein Stadtteilforum wurde eingerichtet, in dem sich bislang eine Vielzahl von EinwohnerInnen, Vereinen und Initiativen engagiert hat. Alle Themen der Sanierung werden hier behandelt, bevor sie zur Beratung in die politischen Gremien der Landeshauptstadt gehen.
Das Stadtteilforum verfgt ber einen Gebietsfonds (25.000 Euro jhrlich), aus dem vor allem sozial-kulturelle Projekte in Vahrenheide-Ost untersttzt werden. Auch wenn die Sanierung voraussichtlich im Jahr 2009 abgeschlossen sein wird - das Stadtteilforum soll es auch weiterhin geben: als Ort, wo sich engagierte Menschen aus Vahrenheide-Ost treffen.

[PM LH Hannover, 31.7.2007]

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