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Aktuelle Informationen und Nachrichten aus Hannover · Donnerstag, 18. Januar 2018

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Heinz und Heide Dürr Stiftung fördert Familienzentren Hannover

Jedes Kind bringt einen Schatz an Fähigkeiten und Ressourcen für die eigene Entwicklung mit, den es zu erkennen und zu heben gilt. ExpertInnen der Kinder sind ihre Eltern. Sie sind damit die nächsten, die den Schatz suchen und bergen können - wenn sie denn als solche anerkannt werden und ihrerseits gegebenenfalls Hilfestellung, Förderung und Ausbildung erhalten.
Dieser Gedanke liegt dem in England entwickelten Ansatz der "Early-Excellence-Center" ebenso zugrunde wie dem Konzept der "Familienzentren Hannover".

Beides wird nun mit Hilfe einer Spende der "Heinz und Heide Dürr Stiftung" an die Stadt Hannover direkt miteinander verknüpft: "Wir wollen die Familienzentren in Hannover dabei unterstützen, die Early-Excellence-Methoden zu implementieren. Unsere finanzielle Unterstützung in Höhe von 200.000 Euro für zunächst zwei Jahre soll diesen Prozess beschleunigen", erläuterte Heinz Dürr bei der symbolischen Übergabe der Summe heute (29. Oktober 2007) an Oberbürgermeister Stephan Weil, Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter und Schul- und Kulturdezernent Harald Böhlmann im hannoverschen Rathaus.

"Durch die großzügige Spende der Heinz und Heide Dürr Stiftung können wir über die Aus- und Weiterbildung unserer pädagogischen Fachkräfte den Ansatz der 'Early Excellenz Center' in die Arbeit der Familienzentren sehr viel intensiver und schneller integrieren", dankte der Oberbürgermeister den Stiftungsgebern Heinz und Heide Dürr.

"Mit der Stiftung fördern ausgesprochene Experten des "Early Excellence"-Ansatzes die Familienzentren Hannover," freute sich Weil und wies darauf hin, dass es dem besonderen Engagement des Ehepaares Dürr in Fragen der frühkindlichen Bildung und der Verbesserung der Situation junger Familien vor allem zu verdanken ist, dass der Gedanke der "Early Excellence Center" in Deutschland umgesetzt wird.

Mit der "Heinz und Heide Dürr Stiftung" fördern der ehemalige Chef der Deutschen Bahn AG, Heinz Dürr, und seine Ehefrau Heide Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur. Einen Schwerpunkt bilden Projekte, die sozial gefährdeten jungen Menschen zugute kommen. Im Fokus steht dabei die frühkindliche Bildung.

Familienzentren Hannover

In der intensiven Verknüpfung frühkindlicher Bildung, Entwicklung und Erziehung mit Elternbildung, -beratung und -beteiligung liegt ein wesentlicher Gedanke für die Entwicklung von Familienzentren. Sie sind damit weit mehr als Kindertagesstätten traditioneller Art, aus denen sie sinnvoller Weise entwickelt werden.
"Unter dem Stichwort 'Elternbildung' richten wir die Kinder- und Jugendarbeit in den Stadtteilen verstärkt auf die Zielgruppe 'Familien' aus", unterstrich Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter und erläuterte: "Wir gehen davon aus, dass gerade die Kitas aufgrund ihrer Kompetenz und Vernetzung im Stadtteil geeignet sind, erweiterte Bildungs- und Erziehungsangebote auch an die Eltern heranzutragen - um sie verstärkt zu gemeinsamen Lern- und Erlebnisprozessen mit den Kindern anzuregen."
Die Kindertagesstätten werden durch ein zusätzliches Budget in die Lage versetzt, Eltern- und Familien-Bildungsangebote rings um die Kita anzubieten. Sie kooperieren dabei mit Partnern wie zum Beispiel Gesundheitsdiensten, Verbänden der Jugendarbeit, der Erwachsenenbildung, Familien und Jugendberatung, der Kulturarbeit und Einrichtungen der Familienbildung.
"Mit dieser Fortentwicklung der Kitas befindet Hannover sich vollständig im Einklang mit den Forderungen des 12. Kinder- und Jugendberichtes der Bundesregierung. Darin hatte die Expertenkommission nachdrücklich angemahnt, die wertvollen Ressourcen der Kindertagesstätten für die Bildung und Integration von Kindern und Eltern verstärkt zu nutzen", so Walter.

Kultur- und Schuldezernent Harald Böhlmann verwies auf die Rolle der Familienzentren als geeignete Einrichtungen, Eltern und Kindern mit sehr unterschiedlichen Ansätzen Bildungsangebote zu unterbreiten. Er erinnerte daran, dass Eltern ihrer Vorbildfunktion den eigenen Kindern gegenüber nur angemessen entsprechen können, wenn sie die nötigen Grundlagen dafür mitbringen. "Dabei geht es nicht nur, aber eben auch um formale Qualifikationen: Mütter und / oder Väter können Schulabschlüsse nachholen, Grundqualifikationen für die berufliche Zukunft erwerben oder an Sprachförderprogrammen teilnehmen", so Böhlmann und ergänzte mit Blick auf die Kinder: "In den Familienzentren wollen wir ihre Begeisterung und Freude für das Lernen wecken und so die Grundlage lebenslangen Lernens legen. Besonders wichtig ist uns dabei, die eigene Kreativität der Kinder zu fördern. Die sozialpädagogischen Angebote werden daher von kompetenten Fachkräften durch musisch-kulturelle Themen ergänzt."

In Hannover gibt es inzwischen elf Einrichtungen, die in Familienzentren umgewandelt werden, allein im zweiten Halbjahr 2007 sind sechs hinzugekommen.
Die elf Familienzentren befinden sich in neun von 13 Stadtbezirken. Im kommenden Jahr wird in den verbliebenen vier Stadtbezirken je ein weiteres Familienzentrum eröffnet.
Nach einer vierjährigen Modellphase hatte der Rat der Stadt 2006 beschlossen, Mittel für die trägerübergreifende Einrichtung von Kitas zu Familienzentren zur Verfügung zu stellen, zurzeit sind es 280.000 Euro jährlich.

Liste der Zentren

1. Familienzentrum an der Corvinuskirche
Moorhoffstr. 28A, 30419 Hannover
Stadtbezirk Herrenhausen-Stöcken
Träger: Evangelisch lutherische Kirchengemeinde Corvinuskirche

2. Familienzentrum Gronostraße
Gronostraße 9C-E, 30459 Hannover
Stadtbezirk Ricklingen
Träger: Stadt Hannover

3. Familienzentrum Misburger Regenbogenschiff
Ibykusweg 3, 30629 Hannover
Stadtbezirk Misburg-Anderten
Träger: AWO-Region Hannover e.V.

4. Familienzentrum St. Maximilian Kolbe
Leuschnerstraße 20, 30457 Hannover
Stadtbezirk Ricklingen
Träger: Caritas Hannover

5. Familienzentrum Voltmerstraße
Voltmerstraße 57C, 30165 Hannover
Stadtbezirk Nord
Träger: Stadt Hannover

6. Familienzentrum an der Gnadenkirche
Gleiwitzer Straße 25, 30519 Hannover
Stadtbezirk Döhren-Wülfel
Träger: Kirchengemeinde Gnadenkirche zum heiligen Kreuz

7. Familienzentrum Davenstedter Markt
Davenstedter Markt 24, 30455 Hannover
Stadtbezirk Ahlem-Badenstedt-Davenstedt
Träger: DRK-Kreisverband Hannover-Stadt e.V.

8. Familienzentrum Nordstadt Spunk und Mäuseburg
Klaus-Müller-Kilian-Weg 6-8, 39167 Hannover
Stadtbezirk Nord
Träger: Spokusa e.V.(in Kooperation mit AWO)

9. Familienzentrum Papenkamp
Papenkamp 11, 30539 Hannover
Stadtbezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode
Träger: GGPS Hannover GmbH

10. Familienzentrum Sahlkamp
Spessartweg 6, 39657 Hannover
Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide
Träger: Spats e.V.

11. Familienzentrum Spielhaus Linden
Elisensraße 10, 30451 Hannover
Stadtbezirk Linden-Limmer
Träger: Kinderladen Drachenkinder e.V. (in Kooperation mit AWO und Caritas)

Ansprechpartner zu den Familienzentren
Stefan Rauhaus, Fachbereich Jugend- und Familie, Ihmeplatz 5, 30449 Hannover, Telefon 0511/168-44266
Heike Engelhardt, Fachbereich Bildung und Qualifizierung, Friedrichswall 15, 30159 Hannover, Telefon 0511/168-46131

[PM LH Hannover, 29.10.2007]

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