RSS 2.0 / ATOM »
Facebook »
Twitter »
ihmebote
Aktuelle Informationen und Nachrichten aus Hannover · Sonntag, 21. Januar 2018

Werbung


 

Werbung

Aegidienkirche leuchtet rot gegen die Todesstrafe

Aegidienkirche leuchtet rot gegen die Todesstrafe

ai-Hannover protestiert mit 70 "Todeskandidaten" gegen drohende Hinrichtung von jugendlichen Ttern im Iran
Die Landeshauptstadt und amnesty international Hannover rufen gemeinsam zur Kundgebung gegen die Todesstrafe auf am Freitag, 30. November, 18.00 Uhr, in der Aegidienkirche, Hannovers zentraler Gedenksttte gegen Krieg und Gewaltverbrechen. Zusammen mit ber 500 Stdten setzt sich Hannover im Weltverband "Cities for Life" fr die Abschaffung der Todesstrafe ein. Am weltweiten Aktionstag 30. November 2007 werden in den beteiligten Stdten ffentliche Gebude beleuchtet, und die Menschen demonstrieren mit Lichtern und Mahnwachen gegen die Todesstrafe.

Stadtsuperintendent Wolfgang Puschmann wird die Mahnwache in der Aegidienkirche erffnen, anschlieend spricht Brgermeister Bernd Strauch fr die Stadt.

Nach einem Demonstrationszug um 17.00 Uhr ab Krpcke werden in der Kirche etwa 70 vorwiegend jugendliche Demonstranten von amnesty international stehen, die in dunkler Kleidung mit Augenbinden und Schlingen um den Hals gegen die Hinrichtung von zZt. 77 minderjhrigen Strafttern in iranischen Gefngnissen protestieren. AI kmpft seit Jahrzehnten fr die Abschaffung der Todesstrafe und kann darauf verweisen, dass wenigstens ein internationales Verbot der Todesstrafe an minderjhrigen Strafttern besteht - gegen das der Iran laufend verstt. Peggy Kurpiers von ai-Hannover wird zu einem schriftlichen Appell "Schluss mit der Todesstrafe an Minderjhrigen im Iran!" aufrufen: Die Islamischen Republik Iran nehme weltweit einen beschmenden Spitzenplatz bei der Hinrichtung Minderjhriger ein. Seit 1990 habe amnesty international 27 Hinrichtungen von minderjhrigen Strafttern im Iran registriert. 10 Hingerichtete seien bei der Hinrichtung noch unter 18 Jahren alt gewesen, in diesem Jahr bereits mindestens 5. Die letzte Hinrichtung habe vor 14 Tagen stattgefunden, Mohammad Reza Turk wurde wegen eines Mordes hingerichtet, den er mit 16 Jahren begangen haben soll.

Zu der Veranstaltung wird die im Krieg ausgebrannte Aegidienkirche von innen mit rotem Licht ausgestrahlt, so dass die Auenmauern im Dunkeln bleiben. Im Kontrast dazu sollen die Hoffnungssymbole (Kreuz, Skulptur, Hiroshimaglocke, Glockenturm) in helles Licht getaucht werden. Das Gebude verwandelt sich dadurch fr eine Nacht in einen emotionalen Raum, der Gewalt und Todesstrafe anklagt aber gleichzeitig Zeichen der Hoffnung setzt. Die Hannoveranerinnen und Hannoveraner sind aufgerufen, sich dort mit den Verurteilten zu solidarisieren, denen an vielen Orten in der Welt noch immer die Hinrichtung droht.

Ermglicht wird die nach einem Konzept der stdt. Bauverwaltung entstandene Lichtinstallation durch die Firma Philips Lighting mit technischer Untersttzung durch die Stadtwerke Hannover AG.

[PM amnesty international Hannover, 28. November 2007]

Weitere Artikel dazu:

Kein Kommentar

Werbung

Sorry, the comment form is closed at this time.


Fidele Ricklinger: Große Prunksitzung 2018
Schünemannplatz