Rochenbabys erblickten an Weihnachten das Licht der Welt
Das war eine tolle Weihnachtsüberraschung im Sea Life Hannover. Während die Menschen an den Feiertagen die Geburt Jesu Christi feierten, erfreute sich das Großaquarium an der Geburt fünf kleiner Rochen.
Björn Eckardt, Aquarist im Sea Life Hannover, staunte heute Morgen nicht schlecht, als er bei seinem Routinerundgang einen Blick in das Amazonasbecken mit den Süßwasser-Stechrochen warf. Fünf kleine Rochenbabys tummelten sich darin. „Wir dachten die ganze Zeit, unsere Rochen sind wohlgenährt. Mit einer Schwangerschaft haben wir noch nicht gerechnet.“, sagt Eckardt.

Babyrochen
Pfauenaugen-Stechrochen, so lautet die genaue Bezeichnung, sind lebend gebärend. Gerade mal acht Zentimeter groß sind die Babys. Federleichte sechs bis sieben Gramm wiegen sie. Björn Eckardt hat die Kleinen gleich aus dem Becken geholt. „Wir werden die Babys zunächst in der Quarantänestation in einem extra Aquarium halten. Hier können wir sie einerseits sehr gut beobachten. Andererseits können wir die optimale Futterversorgung sicherstellen. Wenn sie groß genug sind, in etwa vier bis sechs Monaten, dann werden wie sie wieder zu ihren Eltern setzen.“
Momentan ernähren sich die Rochenbabys von kleinen Larven, hauptsächlich Mückenlarven. Auch kleine Regenwürmer können etwas später auf dem Speiseplan stehen. Ausgewachsene Pfauenaugen-Stechrochen bekommen alle Arten von Fisch. Seelachs oder Sardellen mögen sie ganz besonders. Bis zu 90 Zentimeter im Durchmesser können sie groß werden.

Pfauenaugen-Stechrochen
Am Schwanz haben sie einen Giftstachel, dessen Gift sehr gefährlich ist. Tritt man auf einen im Sand vergrabenen Rochen, schlägt er mit dem Schwanz um sich. Auch die Babys sind bereits voll entwickelt, wenn sie auf die Welt kommen. Die kleinen Rochen haben deshalb schon einen Giftstachel, der gerade einmal zehn Millimeter misst. Trotz dieser geringen Größe kann auch solch ein Stich sehr schmerzhaft sein. Pfauenaugen-Stechrochen leben in der Natur in den großen Flüssen Südamerikas, vor allem im Amazonas.
[PM Sea Life Hannover, 27.12.2007]
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