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ihmebote
Aktuelle Informationen und Nachrichten aus Hannover · Dienstag, 12. Dezember 2017

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Hochwasserschutz in Hannover

Stadtbaurat Bodemann stellt Gestaltung des Ihmeufers mit Terrassenlandschaft vor
"Ihme-Terrassen" - viel versprechend klingt der Arbeitstitel fr Hochwasserabwehr durch Modellierung des Ihme-Ufers mit gestalteten Zonen im City-Bereich, geschwungenem Wegenetz und Holzdecks direkt am Wasser. Stadtbaurat Uwe Bodemann stellte gestern (18. Februar) die Planungen vor: "Wir wollen den Hochwasserschutz so stadtvertrglich wie irgend mglich realisieren, weil wir uns der Bedeutung der Grnverbindungen und Naherholungsbereiche entlang der Ihme durchaus bewusst sind."

Im Rahmen eines auf mindestens fnf Jahre angelegten 25-Millionen-Programmes plant die Stadt auch den hochwassersicheren Ausbau der Ihme. Dabei soll der Abflussquerschnitt zwischen der Leinert- und Legionsbrcke verbreitert werden, indem die Benno-Ohnesorg-Brcke verlngert wird und Abgrabungen in den Seitenrumen erfolgen.

Der Baubeginn fr den ersten Schritt, den Neubau der Benno-Ohnesorg-Brcke, erfolgt noch in diesem Jahr. Die Planungen fr die zweite groe Teilmanahme, die Vorlandabgrabungen zwischen Leinert- und Legionsbrcke, liegen nun im Entwurf vor und werden in den kommenden Wochen politisch beraten.

Ihme wird tiefer gelegt

Ziel ist es, den Wasserpegel der Ihme bei einem so genannten Jahrhundert-Hochwasser abzusenken, um die berflutungsgefahren insbesondere fr die Calenberger Neustadt, Linden und Ricklingen zu senken. Dazu wird der stliche Uferbereich um etwa ein bis vier Meter "tiefer gelegt", ohne dabei das Flussbett zu verndern.

Da sich keine anderen effektiven Mglichkeiten des Hochwasserschutzes im Oberlauf der Leine und Ihme bieten, muss dieser gravierende Eingriff im dicht besiedelten Innenstadtbereich Hannovers erfolgen. Auch deshalb ist es notwendig, die Qualitt dieser Flchen deutlich zu steigern - unter anderem durch eine Modellierung des Gelndes mit Terrassen, den "Ihme-Terrassen".

Terrassen mit neuem Park

Die Ihme-Terrassen reichen von der Calenberger Strae bis zum Jugendzentrum Glocksee. Sie verlaufen etwa parallel zum Fluss von der Glockseestrae bis zum Flussufer. Holzdecks am Ihmeufer ermglichen den direkten Zugang zum Wasser.
Nrdlich und sdlich des neuen Calenberger Stadtteilparks wird die Flusslandschaft ebenfalls neu gestaltet. Aufgrund der rumlichen Enge ist hier eine grozgige Gestaltung des Gelndes nicht mglich. Das Wegenetz sieht im gesamten Bereich eine leicht geschwungene Fhrung vor. Alle heutigen Wegebeziehungen sollen auch zuknftig vorhanden sein. Die Wiesen werden mit lockeren Baumgruppen ausgestattet. Der Uferbewuchs kann sich bei teilweisem Erhalt der Gehlze nach dem Umbau regenerieren und bildet die Basis fr einen Neuanfang.

Bauarbeiten sollen 2010 beginnen

Auf der Grundlage der vorliegenden Planung wird nach Abschluss der politischen Beratungen ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Ziel der Stadt ist es, nach dem Vorliegen des Planfeststellungsbeschlusses Anfang 2010 mit den Arbeiten zu beginnen.

[PM LH Hannover, 18.02.2008]

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