Islamforum: Nicht eine Religion, sondern gemeinsame Werte in den Mittelpunkt!
Ratsherr Friedrich-Wilhelm Busse, Kulturpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion begrüßt die Überlegungen zu einem „Islamforum“. Jede Initiative, die das Verständnis zwischen den Kulturen fördert, sei hilfreich. Dabei kann es jedoch nicht nur darum gehen, „Nicht-Muslime“ von der Notwendigkeit von Moscheebauten zu überzeugen. Es muss auch selbstverständlich sein, den Bedenken von
Nachbarn politisch nicht mit Ignoranz und Häme gegenüberzutreten, sondern mit Respekt und Ernsthaftigkeit.
Den Begriff „Islamforum“ hält Busse für wenig hilfreich, dies könne nur ein Arbeitstitel sein. Im Mittelpunkt eines solchen Kreises sollte die Bemühung stehen, die gemeinsamen Werte in den Vordergrund zu stellen, die die drei Weltreligionen miteinander verbinden.
„Daher wäre der Begriff Werteforum viel passender, eine Fokussierung auf den Islam würde wiederum ausgrenzen“, so Busse. Ratsherr Busse würde sich wünschen, dass vielen jungen Christen und Muslimen viel gegenwärtiger wird, wie nahe sich die Kulturen sind. „Jesus ist im Koran viel häufiger erwähnt als Mohammed und seine Geburt ist dort ausführlicher beschrieben, als im Neuen Testament.“
Mitbürger/innen mit Migrationshintergrund stärker für ein gesellschaftliches Engagement in Politik, Vereinen und Verbänden zu gewinnen, ist eine zentrale Aufgabenstellung. Die Besinnung auf gemeinsame Werte kann ein festes Fundament dafür sein. „Die Bemühungen dazu müssen von beiden Seiten verstärkt werden, zu lange wurde diese Herausforderung vernachlässigt. Der Integrationsplan muss gerade in diesem Bereich mit Leben erfüllt werden“, betont der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion.
[PM CDU-Ratsfraktion Hannover, 30. Juni 2008]
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