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Erinnerung an ein Universalgenie: Neues Leibniz-Denkmal enthüllt

Posted By ihmebote On 27. November 2008 @ 18:04 In Hannover,Mitte | No Comments

Gottfried Wilhelm Leibniz ist zurück in Hannovers Innenstadt: Ein neues Denkmal an der Georgstraße erinnert seit heute an den großen Universalgelehrten. Oberbürgermeister Stephan Weil hat den vom hannoverschen Künstler Prof. Stefan Schwerdtfeger gestalteten, rund 2,50 Meter hohen und auf einem Sockel stehenden Bronzekopf feierlich enthüllt.
Die Journalisten Friedrich Oehler und Hartmuth Schulz sowie ein eigens gegründeter Förderverein sorgten mit ihrer Initiative für die Realisierung des rund 110.000 Euro teuren Projekts. Zehn Sponsoren gaben die Mittel, Stadt und SteuerzahlerInnen wurden finanziell nicht belastet. "Das ist ein wunderschönes Beispiel für Bürgerengagement, für das ich mich im Namen der Landeshauptstadt bei allen Beteiligten herzlich bedanke. Die neue Skulptur setzt eine erfreuliche Entwicklung der vergangenen Jahre fort: Die Stadt besinnt sich nämlich verstärkt ihres großen Universalgelehrten, der hier 40 Jahre lebte. Nach den Umbenennungen der Universität und der Landesbibliothek ist das neue Denkmal ein weiterer wichtiger Baustein, der die Stellung Hannovers als Leibniz-Stadt unterstreicht", lobte Oberbürgermeister Weil diese Initiative im Rahmen der Enthüllung.

Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 in Leipzig geboren und 1716 in Hannover gestorben) entwickelte das binäre System, nach dem die heutigen Computer rechnen, und erfand die erste dezimale Rechenmaschine für alle vier Grundrechenarten. Daneben bewies er seine außergewöhnlichen Fähigkeiten als Jurist, Naturwissenschaftler, Politiker, Philosoph, Historiker, Theologe und Diplomat. In Hannover arbeitete er unter anderem als Hofrat und Hofbibliothekar. Das Denkmal erinnert nicht nur an die Person, sondern weist mittels zweier Informationsblöcke auch auf Leibniz’ Schaffen hin. Zudem enthält das scherenschnittartige Kopfprofil auf beiden Seiten Gravuren. Auf der einen wird das binäre Zahlensystem abgebildet, auf der anderen Seite steht das Leibniz-Zitat "Einheit in der Vielheit" in Deutsch und in Latein ("Unitas in multitudine").

"Das Denkmal funktioniert als unübersehbarer Hinweis im Sinne von: ’Denk mal - Leibniz, Hannover!’ Leibniz avanciert damit zu einem identitätsstiftenden Botschafter für die Stadt und den Wissenschaftsstandort Hannover. Leibniz darf die Hannoveraner stolz machen", unterstrich Friedrich Oehler. Die erste Idee zu diesem Projekt hatte Oehler bereits Mitte der 1990er Jahre, von der konkreten Planung bis zur heutigen Vollendung vergingen rund drei Jahre. Den etwa 750 Kilogramm schweren Bronzekopf hat die Berliner Bildgießerei Noack hergestellt, die in den 1950er Jahren bereits die Quadriga des Brandenburger Tores neu angefertigt hatte.

Die zehn Sponsoren, die Oehler und Schulz für die Finanzierung gewinnen konnten und die auch auf einer Tafel an dem Denkmal genannt werden, sind: das Haus Hannover (Prinz Ernst August von Hannover), Fritz-Behrens-Stiftung, Deutsche Bank Hannover, Sparda-Bank Hannover Stiftung, BHF-Bank Hannover, Volkswagen Nutzfahrzeuge, CeBIT Hannover, Verlagsgesellschaft Madsack, Lavesstiftung der Architektenkammer Niedersachsen und der Presse Club Hannover.

[PM LH Hannover [1], 27.11.2008]


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