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Aktuelle Informationen und Nachrichten aus Hannover · Freitag, 19. Januar 2018

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Ausbau des Stichkanals Linden

Stadtverwaltung befrwortet Schleusenneubau sdstlich des bisherigen Bauwerks Ratsbeschluss vor den Sommerferien geplant
Die konkreten Planungen fr den Ausbau des Stichkanals Linden und den Neubau der Schleuse vor dem Lindener Hafen knnen aus Sicht der Landeshauptstadt beginnen. Nach der ffentlichen Anhrung im vergangenen November hat die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte (WSD) ihre Planungen der sogenannten Ausbauvariante 4 aufgrund der vorliegenden Daten soweit wie mglich detailliert.
Die Variante beinhaltet einen Schleusenneubau sdstlich des bisherigen Bauwerks. Diese Vorlage wird nach Bewertung aller relevanten Informationen und Anregungen auch von der Stadtverwaltung untersttzt. Ab Mrz beraten die politischen Gremien ber eine entsprechende Informations- und eine Beschlussdrucksache, die die Stadtverwaltung vorgelegt hat. Voraussichtlich vor den Sommerferien soll der Rat die Empfehlung der Stadt beschlieen, damit das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden kann.

Der Ausbau des Stichkanals Linden ist eines der letzten Teilstcke des 1965 vom Bund und den Lndern beschlossenen Ausbaukonzeptes fr das nord-westdeutsche Kanalnetz. Mit der jetzt geplanten Erweiterung knnen zuknftig auch bergroe Motorschiffe (GMS, bis 135 Meter Lnge), die im Gtertransport in der Binnenschifffahrt zunehmend Standard werden, den Lindener Hafen ansteuern. "Gerade aus Umweltschutzgrnden ist es dringend wnschenswert, dass sich der Gtertransport von der Strae nicht nur auf die Schienen verlagert, sondern zuknftig immer mehr auch auf den Schiffsverkehr. Nur mit dem Ausbau des Stichkanals kann der Lindener Hafen hier seine enormen Wachstumspotenziale nutzen. Die uns vorliegende Kosten-Nutzen-Analyse belegt die Wirtschaftlichkeit dieses Projektes", betont Hans Mnninghoff, Erster Stadtrat und Wirtschafts- und Umweltdezernent. "Der Ausbau ist erforderlich, um die Entwicklungsmglichkeiten des Hafens langfristig zu strken und die dort ansssigen Betriebe und Arbeitspltze am Standort zu sichern", so Mnninghoff.

Die neue Kanalschleuse soll etwa 200 Meter sdstlich des bisherigen Bauwerks gebaut werden. Um whrend der voraussichtlich dreieinhalbjhrigen Bauzeit die Anbindung des Hafens an den Mittelkanal zu erhalten, wird die Schleuse in einer stlich des bisherigen Kanalbeckens liegende neue Kanalfhrung eingebettet. Eine viel diskutierte sogenannte "Nullvariante" - den Neubau der Schleuse an bisheriger Position - htte die vorbergehende Schlieung der Schleuse fr mehrere Jahre zur Folge. "Gem einer Berechnung der Wirtschaftsberatung Pricewaterhouse Coopers htte dies die Gefhrdung von rund 100 Arbeitspltzen bedeutet und eine finanzielle Frderung der ansssigen Unternehmen in Hhe von bis zu 24 Millionen Euro erforderlich gemacht", erlutert Mnninghoff.

Nach der von WSD und Stadt bevorzugten Variante ist das dann fertig gestellte Schleusenbauwerk mit der Reihenhausbebauung in der Dieselstrae berwiegend vertrglich. Zudem sind danach weder das Grundstck der Gaststtte Lindenkrug noch das Areal des Kinder- und Jugendheims Limmer betroffen. Auch das stlich der Stadtbahntrasse gelegene stdtische Grundstck fr den geplanten Spiel- und Bolzplatz wird nicht fr die Kanalfhrung beansprucht. Die wohl strksten negativen Einflsse auf die Anlieger insbesondere in der Dieselstrae wird die Bauphase haben. Aus Sicht der Stadtverwaltung hat die Variantendiskussion gezeigt, dass es keine Ausbauvariante ohne Eingriffe fr Anlieger gibt. Unter Abwgung aller Rahmenbedingungen spricht sich die Verwaltung unter den mehr als zehn diskutierten Varianten deshalb fr die Variante 4 aus.

Die Informationsdrucksache und die Beschlussdrucksache wird in den kommenden Monaten in folgende politische Gremien der Landeshauptstadt eingebracht: Kommission Sanierung Limmer, Stadtbezirksrat Linden-Limmer, Stadtbezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt, Werksausschuss Stdtische Hfen, Stadtentwicklungs- und Bauausschuss, Ausschuss fr Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten, Ausschuss fr Umweltschutz und Grnflchen, Ausschuss fr Haushalt, Finanzen und Rechnungsprfung, Verwaltungsausschuss sowie Ratsversammlung. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes plant fr die Schleuse mit einem Baubeginn frhestens im Jahr 2015. Die Kosten belaufen sich fr den Schleusenneubau auf rund 55 Millionen Euro, fr den gesamten Stichkanalausbau auf etwa 200 Millionen Euro.

[PM LH Hannover, 27.02.2009]

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