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Aktuelle Informationen und Nachrichten aus Hannover · Dienstag, 23. Januar 2018

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Achter Lagebericht vorgelegt

Oberbrgermeister Weil: "Wir sind eine gebildete Grostadt mit vielen Potenzialen"
Im Mittelpunkt des inzwischen achten "Lageberichts zur Stadtentwicklung" steht der Stellenwert Hannovers als Bildungs- und Forschungsstandort. Aus Sicht von Oberbrgermeister Stephan Weil zeigt eine entsprechende Analyse des Standorts zweierlei: "Wir haben in Hannover hervorragende Potenziale. Es gibt aber auch Defizite, die wir ausgleichen mssen", sagte Weil heute (30. Juni 2009) bei der Vorstellung des Lageberichts, in dem Hannover anhand von demografischen, sozialen und wirtschaftlichen Indikatoren mit 14 Grostdten verglichen wird.

Demnach zeigt sich in Hannover ein hohes Qualifikationsniveau: "Wir sind eine gebildete Grostadt. Ein Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner haben einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss", so Weil. Bezogen auf die Einwohnerzahl gibt es in Hannover im Grostdtevergleich die grte Anzahl von Lehr- und Forschungspersonal an Hochschulen. Auch bei der Anzahl der Studierenden pro Einwohner liegt die Stadt auf den vorderen Pltzen.

Hannover ist weiter ein internationaler Studienort mit hohem Anteil auslndischer Studierender. Das beweist aus Sicht des Oberbrgermeisters, "wie attraktiv und international wettbewerbsfhig der Hochschul- und Wissenschaftsstandort Hannover ist".

Darber hinaus belegt Hannover als "exzellenter Forschungsstandort" im Grostdtevergleich beim Einwerben von Drittmitteln fr Hochschulen einen guten fnften Platz und zhlt nach dem beachtlichen Abschneiden im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Lndern als Hochschul- und Wissenschaftsstandort zu den bedeutenden Grostdten in Deutschland.

Weil: "Auf diesen Potenzialen knnen wir uns aber nicht ausruhen. Der Wettbewerb um kluge und kreative Kpfe ist hart. Mittlerweile versuchen alle Stdte, die ber Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen verfgen, in diesem Bereich zu punkten." Wichtig ist es aus Sicht des Oberbrgermeisters deshalb, "hier die richtigen politischen Weichen zu stellen".

So sei es nicht selbstverstndlich, dass eine enge Kooperation von wissenschaftlichen Einrichtungen und Hochschulen die "Initiative Wissenschaft Hannover" zu einem Erfolgsbndnis gemacht hat.
Hier engagieren sich die sieben hannoverschen Hochschulen, die VolkswagenStiftung, das Studentenwerk Hannover, wissenschaftliche Einrichtungen, wie das Geozentrum Hannover, das Fraunhofer-Institut fr Toxikologie und experimentelle Medizin sowie die Landeshauptstadt Hannover.

Drei positive Entwicklungen

Dem Lagebericht zufolge zeigen sich darber hinaus im Grostdtevergleich drei positive Entwicklungen fr den Standort Hannover:

  • Hannovers Bevlkerungszahl entwickelt sich seit 2005 mit einem stabilen Anstieg auf 518.000 (plus 1.700) positiv. Dazu haben auch verschiedene Angebote der Stadt beigetragen - so der Kinder-Bauland-Bonus fr Bauwillige und die "Hausmarke" fr Studierende.
    Die Entwicklungsdynamik in der Region Hannover hat deutlich abgenommen und ist vielerorts mit Rckgang der Einwohnerzahlen verbunden.
    Hannover gehrt zur den Stdten, in denen die noch vor zehn Jahren massiven Abwanderungsverluste ins Umland deutlich reduziert werden konnten.
  • Hannover verfgt ber ein attraktives Wohnangebot. Das moderate Niveau von Wohnungsmieten (mit 6,40 Euro/
    Quadratmeter Spitzenplatz im Neubausegment) und Immobilienpreisen (unteres Drittel der Vergleichsstdte), ein differenziertes Angebot an interessanten Wohnanlagen sowie innovative Wohnprojekte untersttzen die positive Entwicklung des Wohnungsstandortes Hannover.
  • Die Innenstadt gehrt zu den bedeutendsten Einzelhandelszentren Deutschlands. Vor allem im stdtebaulichen Bereich konnte die Anziehungskraft der City erheblich gesteigert werden. Die enormen Vernderungen im Einzelhandelssektor erfordern eine aktive Stadtentwicklungspolitik. In diesem Kontext ist der Dialog "City 2020" von besonderer Bedeutung.

Weitere Strukturdaten

  • Hannovers Altersaufbau ist mit einem 45-prozentigen Anteil geprgt von den 15- bis 44-Jhrigen.
  • Die Durchschnittsgre von 1,74 Personen weist auf eine vergleichsweise niedrige Haushaltsgre hin.
  • Mit rund 20 Prozent ist der Familien-Anteil an den Haushalten relativ gering; der Single-Anteil an der Gesamtbevlkerung betrgt 31 Prozent.
  • Seit Mitte der 1990-er Jahre wurden entsprechend dem bundesweit niedrigen Niveau 1,3 Wohnungen je 1.000 EinwohnerInnen gebaut. Das Verhltnis von Ein- und Zweifamilien- zu Mehrfamilienhusern betrgt 62:38.
  • Im Bestand sind relativ viele Wohnungen mit fnf und mehr Zimmern. Mit einem Anteil von 24,7 Prozent nimmt Hannover Platz sechs hinter Bremen, Stuttgart, Nrnberg, Dortmund und Hamburg ein.
  • Mit einem Theaterbesuch pro Kopf und Jahr steht Hannover an zweiter Stelle hinter Dresden (1,6), mit 2,9 Kinobesuchen auf Rang sechs.
  • Mit dem Bibliotheksbestand nimmt Hannover den zweiten Platz hinter Dresden ein, bei der Nutzungsrate (Entleihe) der stdtischen Bchereien pro 1.000 EinwohnerInnen Platz drei hinter Dresden und Mnchen.
  • Nur 369 Pkw pro 1.000 EinwohnerInnen bescheren Hannover bei der Pkw-Dichte Platz drei hinter Leipzig (363) und Berlin (319). Die hchste Pkw-Dichte hat Mnchen mit 463.
  • Der Fremdenverkehr konnte seit der EXPO 2000 deutlich gesteigert werden. Die bernachtungszahlen lagen 2007 mit 1,6 Millionen um 30,7 Prozent hher als 2001.

[PM LH Hannover, 30.06.2009]

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