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Aktuelle Informationen und Nachrichten aus Hannover · Samstag, 29. April 2017

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KONZEPT 2022 ist ein Papiertiger

KONZEPT 2022 ist ein Papiertiger

Das sogenannte "Konzept 2022" der CDU-Ratsfraktion in Sachen Straenbahn und Niederflurtechnik ist dieses Wortes nicht wrdig. Die CDU bringt einiges krftig durcheinander, das "Konzept", so, wie es dargestellt wird, ist das Papier nicht Wert und springt eindeutig zu kurz:

  • Auch die Niederflurtechnik braucht einen Bahnsteig. Der ist dann nur ca. 30 Zentimeter hoch mit nicht so langen Rampen wie die rund 80 Zentimeter hohen Hochbahnsteige. Die Niederflurbahnsteige sind auch in anderen Stdten mit Gelndern gesichert und ein Queren z.B. in der Mitte nicht mglich! Darber hinaus bietet die Niederflurtechnik nicht die gleich hohe Qualitt in Sachen Barrierefreiheit wie unsere Bahnen mit den Hochbahnsteigen: Nur diese garantieren einen ebenen bergang ins Fahrzeug.
  • Die Wirtschaftlichkeitsberechnungen haben die Wirtschaftlichkeit der Tunnelstrecke D zwischen Station Hauptbahnhof bis Goetheplatz eindeutig belegt, genauso wie die oberirdische Fhrung als Niederflurbahn durch die Goethestrae, Steintor, Kurt-Schumacher-Str., Posttunnel, Lister Meile bis Raschplatz. Aber nur bis dorthin!! Alle anderen, d.h. lngeren Varianten und auch der Abstecher um Zoo, rechnen sich nicht betriebswirtschaftlich, erreichen bei weitem nicht den erforderlichen Faktor von mindestens 1,0. Schon gar nicht die Variante bis zum Bismarckbahnhof.
  • Die beiden mchtigsten Sozialdemokraten Weil und Jagau haben nicht wegen fehlender Wirtschaftlichkeit die neue Bahn abgelehnt (wie von der CDU behauptet), sondern wegen der aus ihrer Sicht schwierigen Finanzierung.
  • Wenn die Stadtbahn oberirdisch durch die Kurt-Schumacher Strae, Ernst-August-Platz und anschlieend durch die Sallstrae fahren soll, muss die CDU die Hannoveraner/innen mal ber die Finanzierungs- und Frdermodalitten aufklren: Die Landesnahverkehrsgesellschaft im CDU-Land Niedersachsen frdert keine Straenbahnen! Sie frdert nur Bahnen auf eigenem Gleiskrper. Dies trifft in den genannten Straen nicht zu und auch nicht auf dem Ernst-August-Platz. Die Straen sind viel zu schmal fr einen eigenen Gleiskrper, d.h. schieden somit aus technischen und stdtebaulichen Grnden aus. Eine Finanzierung aus dem Regions- oder Stadtsckel wre wegen der fehlenden Frderung politisch berhaupt nicht tragbar!
  • In der Sallstrae hat selbst die CDU das Problem erkannt und schlgt eine Sperrung vor. Doch wo sollen all die Autos hin, denn der geringste Teil der Verkehre in der Sallstrae ist Durchgangsverkehr (der Anteil reduziert sich sehr stark ab Lutherstrae und Krausenstrae). Die Sperrung wrde riesige Umwege im Ziel- und Quellverkehr verursachen, Bewohner vom Altenbekener Damm, Geibelstrae, Krausenstrae und Lutherstrae wrden verkehrlich strker belastet und die einzige Achse ins Zentrum wre die Hildesheimer Strae. Mal ganz abgesehen davon, dass dann auch die beidseitig vorhandenen Baumstreifen ab Kleiner Dwelstrae weggeholzt werden mssten.
  • Wenn die CDU so von der Vernunft der Autofahrer berzeugt ist und fr eine Einfhrung von Shared Space pldiert: vielleicht hat sie dann eine Lsung, wie Autofahrer dazu gebracht werden knnen, ihre Autos nicht rechtswidrig auf dem Gehweg oder Radweg abzustellen. Es wirkt wenig glaubwrdig, eine Kleinstadt im Osnabrcker Land mit der Grostadt zu vergleichen und zu meinen, der Abbau aller Schilder, Ampeln, Rad- und Fuwege wre die Lsung. All diese Dinge sind erfunden worden, weil sich die motorisierten Verkehrsteilnehmer eben nicht an 1 der Straenverkehrsordnung halten und meinen, den gesamten Raum fr sich beanspruchen zu knnen. Im brigen haben die Erfahrungen aus Bomte gezeigt, dass die Verkehre nicht abgenommen haben, auch nicht die Unfallhufigkeit. Die Verkehrsbelastung in der Sallstrae hat in den vergangenen Jahren ab-, nicht zugenommen.
  • Mit 7 regulren und zwei weiteren Einsatz-Stadtbahnlinien und insbesondere der Buslinie 121 ist die Sdstadt wie kaum ein anderer Stadtteil Hannovers PNV-technisch erschlossen. Wie die CDU da von einer Mangelsituation schreiben kann, ist mir unbegreiflich. Die Sdstdter/innen sehen die hervorragende PNV-Versorgungslage auch so, was zu den hohen Zufriedensheitswerten zur PNV-Versorgung in allen zurckliegenden stdtischen Reprsentativbefragungen gefhrt hat.

Insgesamt also ein Schnellschuss ohne Realittssinn.

[PM SPD Sdstadt-Bult, 27.11.2009]

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