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Aktuelle Informationen und Nachrichten aus Hannover · Montag, 29. Mai 2017

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Silvesterfeuerwerk

Sozial- und Gesundheitsministerin Ross-Luttmann: "Finger weg von illegalem und nicht zugelassenem Feuerwerk"
HANNOVER. Ab morgen fllen Raketen und Kanonenschlge, Frsche und Schwrmer wieder die Regale. "Wenn wir fr jede Rakete, die Silvester in den Himmel steigt, nur einen Euro spenden wrden, dann knnen wir vielen Menschen helfen, die in Not und Hunger leben. Dazu mssten wir den Brauch, das neue Jahr mit einem Freudenfeuer zu begren, noch nicht mal aufheben", sagt Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann und warnt: "Wer illegales oder nicht zugelassenes Feuerwerk abbrennt, riskiert ernsthafte gesundheitliche Schden. Wer leichtfertig mit Feuerwerkskrpern hantiert, kann sich auch mit zugelassenem Feuerwerk verletzen. Wer aber ein paar einfache Grundregeln befolgt, kann einen unbeschwerten Silvesterabend genieen."

Alters- und Verwendungsbeschrnkungen beachten

Das Sprengstoffgesetz regelt den Verkauf, das Lagern und das Abbrennen von Feuerwerkskrpern. Neben dem wenig gefhrlichen Kleinstfeuerwerk der Klasse I, wie zum Beispiel Tischfeuerwerk und Wunderkerzen, wird in der Silvesternacht vor allem Kleinfeuerwerk der Klasse II unter freiem Himmel gezndet. Diese Feuerwerkskrper drfen dieses Jahr nur in der Zeit vom 29. bis zum 31. Dezember verkauft werden. Die Kufer mssen mindestens 18 Jahre alt sein. Sofern keine weiteren regionalen Einschrnkungen bestehen, darf Kleinfeuerwerk am Silvester- und Neujahrstag abgebrannt werden - ebenfalls nur von Volljhrigen.

Neue gesetzliche Verwendungsbeschrnkungen in der Nhe von Reet- und Fachwerkhusern!
In der unmittelbaren Nhe von Reet- und Fachwerkhusern ist das Abbrennen von Feuerwerk zum Jahreswechsel nicht mehr zulssig. Die Regelung zu den Reet- und Fachwerkhusern wurde 2009 vor allem zum Schutz historischer Altstadtbereiche in die Erste Sprengstoffverordnung aufgenommen. Darber hinaus ist es wie bereits in den Vorjahren aus Grnden des Lrmschutzes nicht zulssig, Kracher und Raketen in unmittelbarerer Nhe von Kirchen, Krankenhusern, Kinder- und Seniorenheimen abzubrennen.

Vorsicht vor illegalem und nicht zugelassenem Feuerwerk

Feuerwerkskrper werden in Deutschland durch die Bundesanstalt fr Materialforschung und -prfung (BAM) fr den Verkauf zugelassen bzw. seit dem 01. Oktober 2009 konformittsbewertet.
Feuerwerk ohne das Zulassungszeichen BAM darf in Deutschland nicht verwendet werden. In den vergangenen Jahren sind allerdings immer wieder auch nicht zugelassene Feuerwerkskrper von der Polizei und anderen Behrden entdeckt oder Menschen durch diese verletzt worden. Zum Schutz der eigenen Gesundheit sollte unbedingt auf den Kauf und das Znden solcher illegalen Produkte verzichtet werden. Verste gegen das Sprengstoffgesetz knnen eine Geldbue oder sogar eine Geld- oder Freiheitsstrafe zur Folge haben.

Richtige Handhabung von Silvesterfeuerwerk

Damit sich keine Unflle oder Brnde durch unsachgemes Verhalten ereignen, sollten folgende Regeln beachtet werden:

  • Nur Feuerwerkskrper mit dem BAM-Zulassungszeichen verwenden und nicht mit den Artikeln experimentieren.
  • Frhzeitig vor dem Abbrennen des Feuerwerks die beigefgte deutschsprachige Gebrauchsanweisung lesen und beachten.
  • Feuerwerkskrper grundstzlich nur im Freien verwenden und nicht offen herumliegen lassen. Nur mit ausgestrecktem Arm anznden und danach schnell entfernen.
  • Nach dem Znden ausreichenden Sicherheitsabstand einhalten.
  • Raketen mit dem Fhrungsstab in Flaschen stellen, gegen Umfallen sichern und so ausrichten, dass sie nicht auf Gebude niedergehen knnen; hierbei auch auf Windrichtung und -strke achten.
  • Feuerwerkskrper nicht von Balkonen und aus Wohnhausfenstern znden oder herunterwerfen. Mit Feuerwerk niemals auf Menschen oder Tiere zielen.
  • "Blindgnger" nicht erneut znden (zunchst abwarten und dann mit Wasser bergieen, erst anschlieend beseitigen).
  • Feuerwerkskrper gehren nicht in die Hnde von Kindern und Jugendlichen oder Alkoholisierten.
  • In Notfllen (Verletzungen und Brnde) sofort die Feuerwehr/den Rettungsdienst ber die Rufnummer 112 verstndigen.

Servicehinweis: Wer spenden mchte, findet unter www.dzi.de geprfte Organisationen.

[PM Nds. Ministerium fr Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, 28. Dezember 2009]

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