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Silvesterfeuerwerk

Posted By ihmebote On 28. Dezember 2009 @ 11:58 In Hannover | No Comments

Sozial- und Gesundheitsministerin Ross-Luttmann: "Finger weg von illegalem und nicht zugelassenem Feuerwerk"
HANNOVER. Ab morgen füllen Raketen und Kanonenschläge, Frösche und Schwärmer wieder die Regale. "Wenn wir für jede Rakete, die Silvester in den Himmel steigt, nur einen Euro spenden würden, dann können wir vielen Menschen helfen, die in Not und Hunger leben. Dazu müssten wir den Brauch, das neue Jahr mit einem Freudenfeuer zu begrüßen, noch nicht mal aufheben", sagt Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann und warnt: "Wer illegales oder nicht zugelassenes Feuerwerk abbrennt, riskiert ernsthafte gesundheitliche Schäden. Wer leichtfertig mit Feuerwerkskörpern hantiert, kann sich auch mit zugelassenem Feuerwerk verletzen. Wer aber ein paar einfache Grundregeln befolgt, kann einen unbeschwerten Silvesterabend genießen."

Alters- und Verwendungsbeschränkungen beachten

Das Sprengstoffgesetz regelt den Verkauf, das Lagern und das Abbrennen von Feuerwerkskörpern. Neben dem wenig gefährlichen Kleinstfeuerwerk der Klasse I, wie zum Beispiel Tischfeuerwerk und Wunderkerzen, wird in der Silvesternacht vor allem Kleinfeuerwerk der Klasse II unter freiem Himmel gezündet. Diese Feuerwerkskörper dürfen dieses Jahr nur in der Zeit vom 29. bis zum 31. Dezember verkauft werden. Die Käufer müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Sofern keine weiteren regionalen Einschränkungen bestehen, darf Kleinfeuerwerk am Silvester- und Neujahrstag abgebrannt werden - ebenfalls nur von Volljährigen.

Neue gesetzliche Verwendungsbeschränkungen in der Nähe von Reet- und Fachwerkhäusern!
In der unmittelbaren Nähe von Reet- und Fachwerkhäusern ist das Abbrennen von Feuerwerk zum Jahreswechsel nicht mehr zulässig. Die Regelung zu den Reet- und Fachwerkhäusern wurde 2009 vor allem zum Schutz historischer Altstadtbereiche in die Erste Sprengstoffverordnung aufgenommen. Darüber hinaus ist es wie bereits in den Vorjahren aus Gründen des Lärmschutzes nicht zulässig, Kracher und Raketen in unmittelbarerer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Seniorenheimen abzubrennen.

Vorsicht vor illegalem und nicht zugelassenem Feuerwerk

Feuerwerkskörper werden in Deutschland durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) für den Verkauf zugelassen bzw. seit dem 01. Oktober 2009 konformitätsbewertet.
Feuerwerk ohne das Zulassungszeichen BAM darf in Deutschland nicht verwendet werden. In den vergangenen Jahren sind allerdings immer wieder auch nicht zugelassene Feuerwerkskörper von der Polizei und anderen Behörden entdeckt oder Menschen durch diese verletzt worden. Zum Schutz der eigenen Gesundheit sollte unbedingt auf den Kauf und das Zünden solcher illegalen Produkte verzichtet werden. Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz können eine Geldbuße oder sogar eine Geld- oder Freiheitsstrafe zur Folge haben.

Richtige Handhabung von Silvesterfeuerwerk

Damit sich keine Unfälle oder Brände durch unsachgemäßes Verhalten ereignen, sollten folgende Regeln beachtet werden:

  • Nur Feuerwerkskörper mit dem BAM-Zulassungszeichen verwenden und nicht mit den Artikeln experimentieren.
  • Frühzeitig vor dem Abbrennen des Feuerwerks die beigefügte deutschsprachige Gebrauchsanweisung lesen und beachten.
  • Feuerwerkskörper grundsätzlich nur im Freien verwenden und nicht offen herumliegen lassen. Nur mit ausgestrecktem Arm anzünden und danach schnell entfernen.
  • Nach dem Zünden ausreichenden Sicherheitsabstand einhalten.
  • Raketen mit dem Führungsstab in Flaschen stellen, gegen Umfallen sichern und so ausrichten, dass sie nicht auf Gebäude niedergehen können; hierbei auch auf Windrichtung und -stärke achten.
  • Feuerwerkskörper nicht von Balkonen und aus Wohnhausfenstern zünden oder herunterwerfen. Mit Feuerwerk niemals auf Menschen oder Tiere zielen.
  • "Blindgänger" nicht erneut zünden (zunächst abwarten und dann mit Wasser übergießen, erst anschließend beseitigen).
  • Feuerwerkskörper gehören nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen oder Alkoholisierten.
  • In Notfällen (Verletzungen und Brände) sofort die Feuerwehr/den Rettungsdienst über die Rufnummer 112 verständigen.

Servicehinweis: Wer spenden möchte, findet unter www.dzi.de [1] geprüfte Organisationen.

[PM Nds. Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit [2], 28. Dezember 2009]


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[2] Nds. Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit: http://www.ms.niedersachsen.de/